Hund

Labrador-Retriever | Braque d’Auvergne


Ein Hund hat keine Verwendung für schicke Autos, große Häuser oder Designerklamotten.
Ein klatschnasser Stock reicht ihm völlig.
Einen Hund interessiert es nicht, ob du reich bist oder arm, clever oder dumm, pfiffig oder doof.
Wenn du ihm dein Herz schenkst, schenkt er dir seins.

Von wie vielen Menschen kann man das behaupten?
Wie viele Menschen können einem das Gefühl geben, selten, echt und besonders zu sein?
Wie viele Menschen können einem das Gefühl geben außergewöhnlich zu sein?


Filmzitat aus Marley & Ich


Labrador-Retriever

Geschichte...

Der Labrador - sein offizieller Name lautet LABRADOR RETRIEVER - hatte seinen Ursprung nicht wie vom Namen her vermutet werden könnte auf der gleichnamigen Halbinsel Kanadas, sondern in Neufundland. Die dortige Bevölkerung hielt seit Jahrhunderten Gebrauchshunde, welche den Menschen bei der Arbeit und auf der Jagd halfen.

Es wird angenommen, dass der St.-John's-Hund sein Urahn ist. Die ersten wirklich gezielten Zuchtversuche mit Nachkommen dieser St.-John's-Hunde fanden Ende des 19. Jahrhunderts in England und Schottland statt. Um 1899 soll in einem schwarzen Wurf erstmals ein gelber Welpe gewölft worden sein. Gelbe Welpen galten zunächst als untypisch und wurden getötet. In späteren Jahren fand sowohl der gelbe als auch der braune Labrador seine Liebhaber.

Der Labrador Retriever ist eine von der FCI anerkannte britische Hunderasse (FCI-Gruppe 8, Sektion 1, Standard Nr. 122) und gehört zur Gruppe der Apportierhunde - Stöberhunde - Wasserhunde.

Erscheinungsbild...

Der Labrador ist ein mittelgroßer, kräftig gebauter Hund mit breitem Schädel, deutlichem Stop, kurzem harten Haar mit dichter wasserabstoßender Unterwolle und mit einer charakteristischen dicht behaarten Otter-Rute (sehr dick am Ansatz, sich allmählich zur Rutenspitze hin verjüngend). Die Schulterhöhe beträgt bei Rüden ca. 56 - 57 cm und bei Hündinnen ca. 54 - 56 cm. Er wird in den Farben Schwarz, Gelb und Braun gezüchtet, wobei alle drei Farben in einem Wurf vorkommen können.

Der in Deutschland immer beliebtere Field-Trial-Labrador zeigt - da er vornehmlich für die Arbeit gezüchtet wird - ein etwas anderes Erscheinungsbild. Dieser Labrador ist leichter gebaut, besitzt einen schmaleren Schädel mit meist langem Fang und wenig Stop. Er hat weniger Brusttiefe und ist häufig im Rücken länger.

Wesen...

Der Labrador ist ein aktiver und arbeitsfreudiger Hund. Er liebt Menschen, besonders Kinder - kurzum möchte der Labrador seinem Besitzer gefallen. Die Engländer nennen diese Eigenschaft "will to please". Diese Eigenschaft zeichnet vor allem die Field-Trial-Labrador aus und ist in der Regel mit einem sensibleren Wesen verbunden.

Verwendung...

Die St. John`s Hunde kamen mit Handelsschiffen nach England gelangten in die Hände adeliger Familien, welche große Ländereien mit vielfältigen Jagdmöglichkeiten besaßen. Dort wurden sie weiter gezüchtet und konsequent entsprechend ihrer jagdlichen Leistungsfähigkeit weiter selektiert.

In England wird der Labrador auf der Jagd vorwiegend für Arbeiten nach dem Schuss eingesetzt. Hier sitzt oder geht der Hund ruhig während des Treibens neben seinem Führer, merkt sich die Fallstellen des geschossenen Wildes, apportiert es erst auf Befehl und bringt es unbeschädigt seinem Führer auf kürzestem Wege zurück. Dafür bedarf es eines ruhigen, konzentrierten Hundes, der aufmerksam das Jagdgeschehen verfolgt, beim Apportieren seine feine Nase einsetzt und unverletztes Wild nicht verfolgt. Er muss sich gehorsam und vertrauensvoll von seinem Führer auch über große Entfernungen und Hindernisse mit Handzeichen und Pfeifsignalen lenken lassen, damit er ohne Störung des Jagdbetriebes auch solches Wild finden kann, dessen Fall er nicht beobachtet hatte. Wichtig ist darüber hinaus absolute Friedfertigkeit im Umgang mit fremden Menschen und anderen Hunden.

Der deutsche Jäger hat für ihn häufig vielfältigere Einsatzbereiche: Er wird z. B. auch für die Schweißarbeit bei den häufig anfallenden Totsuchen auf Schalenwild eingesetzt - oder aber zum Buschieren. Dies ist eigentlich eine typische Arbeit vor dem Schuss, die in England eher von Spaniels erledigt würde.

Als Jagdhund zeichnen den Labrador vor allem seine enorme Wasserfreudigkeit, seine Führigkeit, seine gute Nase, seine Ausdauer und sein ausgeprägter Apportiertrieb aus. Inzwischen wird der Labrador schon längst nicht mehr nur als Apportierhund auf der Niederwild-Jagd eingesetzt. Heutzutage findet man ihn wegen seiner vielfältigen guten Eigenschaften im Einsatz als vielseitiger Jagdhund, Blindenhund, Rettungshund und Familienhund.

Obwohl als Gebrauchshund gezüchtet, ist er heute ein geduldiger, nervenstarker, angenehmer und kinderlieber Familienhund, dem das enge Zusammenleben mit seinen Menschen über alles geht und der zu einem ausgewogenen Klima im Zusammenleben der Menschen erheblich beitragen kann.

Der Labrador eignet sich für aktive Menschen, die weite Spaziergänge bei jeglichem Wetter nicht scheuen, die den Labrador als richtiges Familienmitglied ansehen und bereit sind die Zeit und Mühe zu investieren, die notwendig ist, um ihm ein rassegerechtes Leben zu ermöglichen. Nur dann kann er all seine guten Eigenschaften zeigen.

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Gaston   * 07.08.2004   + 11.11.2017


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Braque d’Auvergne

Geschichte...

Die Braque d’Auvergne ist eine französische Jagdhunderasse und trägt den Namen ihrer Heimatregion, der ländlichen und von den Bergen des Zentralmassivs geprägten Auvergne.

Zu den Ursprüngen der Rasse gibt es keine gesicherten Erkenntnisse, jedoch reichen die Anfänge der Zucht bis in das 17. Jahrhundert zurück.

Die Braque d’Auvergne ist „frei von jeglichem Fremdblut“. Sie wird seit jeher reingezüchtet, Einkreuzungen anderer Rassen fanden nicht statt.

Gezüchtet wurde diese Rasse hauptsächlich zur Jagd auf Niederwild. Übrigens bedeutet "Braque" nicht Bracke, wie viele vermuten. Braque ist in Frankreich die Bezeichnung für einen "kurzhaarigen Vorstehhund".

Die Braque d’Auvergne ist eine von der FCI anerkannte französische Hunderasse (FCI-Gruppe 7, Sektion 1.1, Standard Nr. 180) und gehört zur Gruppe der Vorstehhunde.

Erscheinungsbild...

Die Braque d’Auvergne ist ein robuster Hund mit kräftigem und kompaktem Körperbau. Das Gesamtbild wirkt aufgrund des Haarkleids elegant und leicht, die Proportionen harmonisch. Hündinnen können eine Schulterhöhe von etwa 59 cm erreichen, Rüden bis zu 63 cm bei einem Gewicht von 22 bis 33 kg.

Das Fell ist kurz und glänzend. Man unterscheidet zwei Farbtypen, von denen der helle Typ der häufigere ist. Er besitzt eine weiße Grundfarbe mit schwarzen Tüpfeln oder Platten. Deutlich seltener anzutreffen ist der dunkelgraue Typ mit schwarzer Scheckung, der auch Schwarzschimmel oder Charbonné genannt wird. Der Kopf ist bei beiden Typen überwiegend schwarz mit unterschiedlich ausgeprägter weißer oder grauer Blesse.

Die Rute der Braque d’Auvergne wird in Frankreich traditionell bei vielen Züchtern auf eine Länge von etwa 20 cm kupiert, wobei einige europäische Länder dies heute nicht mehr erlauben.

Wesen...

Obwohl die Braque d’Auvergne ein sehr guter Vorstehhund ist, der sich vor allem durch sein ruhiges und menschenfreundliches Wesen auszeichnet, hat er sich in Jägerkreisen nicht durchsetzen können. Der Hund ist führungsbezogen, sucht sehr ruhig und besitzt einen guten Jagdinstinkt. Darüber hinaus ist er sehr bringfreudig, hat eine ausgezeichnete Nase und ist sehr intelligent.

Vielleicht liegt es aber auch an seinem Charakter, da er nicht mit Härte und Druck erzogen und ausgebildet werden kann. Er ist sehr sensibel und wer die Stimme zu laut erhebt oder ihn gar unter Zwang zu irgendetwas bewegen will, hat schnell das Vertrauen zwischen Mensch und Hund zerstört. Wer also den edlen Franzosen an seiner Seite möchte, muss von sich aus eine gewisse Ruhe und Souveränität ausstrahlen.

Freundlich zurückhaltend gegenüber Fremden und überschwänglich freudig gegenüber vertrauten Personen, kann man einen Braque d’Auvergne überallhin mitnehmen. Außerdem fordern diese Hunde ihre Streichel- und Kuscheleinheiten ein. Sie brauchen den körperlichen Kontakt zu ihren Menschen und sind sehr verschmust. Das liegt einerseits an der extrem engen Bindung, die diese Hunde eingehen. Andererseits besitzen sie keine Unterwolle. Daher genießen sie den engen Kontakt und kuscheln sich am liebsten unter einer Decke an einen, um es sich möglichst warm und gemütlich zu machen.

Verwendung...

Man muss sich bewusst sein, dass die Braque d’Auvergne für die Jagd auf Niederwild gezüchtet wurde. Sie steht in dem Ruf, ein wunderbarer Allrounder zu sein, der in offenem Gelände wie auch im Wald oder im Gewässer eingesetzt werden kann.

Als Vorstehhund vor dem Schuss wie auch beim Suchen und Apportieren nach dem Schuss leistet er zuverlässige Unterstützung. Man schätzt sein treues und ruhiges Wesen sowie seine ausgeprägte Bringfreude. Auch sein Fährten- und Spürsinn ist ausgezeichnet. Er ist lernbegierig, ausdauernd und anpassungsfähig.

Diese Eigenschaften sind den Hunden angewölft und müssen von Anfang an bei der Erziehung berücksichtigt werden. Auch wenn der Hund nie für die Jagd ausgebildet wird, hat er es einfach im Blut, jedes Niederwild anzuzeigen und gegebenenfalls zu jagen und zu apportieren.

Ich wollte einen Jagdhund an meiner Seite haben, dessen Rassenamen fast niemand kennt, aber auf den ich - egal, wo ich bin - immer wieder angesprochen werde.

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Étienne   * 16.09.2017


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